Archiv für März 2008

Fenster offen – Fenster zu

März 31, 2008

Ich bin ja zu vielen Kompromissen bereit. Aber wenn es darum geht ob das Fenster nachts geöffnet oder geschlossen sein soll, dulde ich keinen Widerspruch. Es bleibt geöffnet. Und das bei JEDER Außentemperatur. Bei meinem Ex Freund ersten Grades (also der letzte) wars anders. Er hat geschaft mich umzuprogrammieren. Ging ganz von allein – schleichend sozusagen. Anfangs wollte ich ja nicht als Diva erscheinen und habe es unterlassen dieses Recht, bei geöffnetem Fenster zu schlafen, einzufordern. War ja auch sein Reich. In der zweiten Phase hätte ich mir durchaus schon diese Allüren erlauben dürfen allerdings hatte ich Mitleid mit ihm. Schliesslich musste im Gegensatz zu mir arbeiten und wurde deswegen bevorzugt behandelt. Ausserdem war es immer noch sein Reich – obwohl ich zwischenzeitlich einige Markierungen in Form von „eigener Zahnbürste in seinem Becher“ und „das Vorhandensein von Kaffeepulver“ gesetzt hatte.

In der dritten Phase hatte ich ihn bereits so liebgewonnen, dass ich einfach nur noch wollte, dass es ihm gutgeht. Zudem habe ich mich schon an den Zustand morgens mit einem katerähnlichem Gefühl aufzuwachen gewöhnt.

Selbst einen Monat nach der Trennung schlief ich immer noch mit geschlossenem Fenster. Bis auf heute Nacht. Und das sollte sich direkt rächen. Ausgerechnet heute war die Ampel direkt unter meinem Schlafzimmerfenster offensichtlich Treffpunkt eines Kindergartenausfluges. In meinem Kopf schaltete sich ein Presslufthammer ein. Ich hatte keine Lust mehr zu dösen. Und das um 8 Uhr morgens (gefühlte 7 Uhr). Und der Presslufthammer war mein heute mein ständiger Begleiter. Und ich weiß immer noch nicht, ob ich das Fenster nachher öffnen oder schliessen soll.

puderraum goes Mexico

März 30, 2008

Was alles so passieren kann wenn frau einen Malta-Sprachurlaub plant kann man hier sehen:

Nachdem mir der Freund davon gelaufen ist und somit auch das Babyshambleskonzert in der legendären Royal Albert Hall schrie es unüberhörbar und schmerzend laut nach einem adäquaten Ersatzurlaub.
Die Planung dieses Urlaubes bedarf ein Höchstmaß an Konzentration denn: Er ist dient nun nicht mehr ausschliesslich der Erweiterung des kulturellen Wissens gedacht, Spaß, Erholung und Abenteuer (selbstverständlich nicht erotischer Natur), sondern er muss auch das emotionale schwarz Liebesloch füllen, welches mich seit Wochen quält. Ein scheinbar unmögliches Projekt. Meine Entscheidungen hatten die Lebensdauer eines ungekülten Frischjoghurts.
Vor einer Woche war noch der Malta-Sprachurlaub der Renner (weil unschlagbar billig).
Aber kann der halbherzige Versuch die englische Grammatik in sich reinzusaugen der richtige Weg sein den Liebeskummer zu betäuben ? Auch der Pseudo-Luxusurlaub auf der Aida eignet sich nur eingeschränkt dazu. Der Tischwein würde nicht darüber hinweg täuschen können, all die vielen glücklichen Pärchen, wovon es auf engstem Raume einfach zu viele geben wird, zu ignorieren. Eine Zumutung in meinem Zustand. Dies käme einem Sado-Maso-Urlaub gleich. Der positive Nebeneffekt wäre allerdings, in einer Woche geschätze 10 Pfund abzunehmen da ich seekrank bin und somit ca. 80 Prozent der Zeit an Bord kotzend über der Reeling oder der Kloschüssel zu hängend verbringen würde.
Gäbe es wenigstens noch echte Ritter, die heldenhaft während meiner Kotz-Attacken mein Haar aus dem Gesicht hielten ohne auch nur eine Mine zu ziehen….tja…dann wäre mein Liebeskummer wohl direkt aus der Welt geschaffen.Aber nach meiner Erkenntnis gibt es solche Kerle einfach nicht mehr. Frauen allerdings auch nicht. Ich würde dem männlichen Pendant im Leben nicht dabei helfen. In diese Bedrouille käme ich auch niemals.
Schliesslich ist allein allein der optische Reiz des Würgens Grund genug Übelkeit bei mir hervorzurufen. Und spätestens wenn dieser säuerliche Geruch mein zartes Näschen erreicht hat kann ich dann auch synchron mitkotzen.

Gerne..ja wirklich gerne… um genau zu sagen seit dem ich in den Genuss gekommen bin mein eigenes Geld zu verdienen, hege diesen Wunsch einer dekadenten Shoppingtour durch New York. Ohne in Gedanken jedes gekaufte Teil in die imaginäre Rechenmaschine meines Kopfes zu tippen. Denn kaum den Fuß aus dem Blahnik-Tempel getan meldet sich der Shopping-Kater. Da sich an meiner finanziellen Situation nichts geändert hat (nein, ich habe nicht reicht geheiratet) muss ich diesen Wunsch erst einmal bis auf weiteres verdrängen.
Daraus geworden ist dann ein Mexico-City-Besuch mit Abstechern nach Acapulco und Cancun.
Den Kultur Teil habe ich ja nun schon vor 10 Jahren bereits zu einem Großteil erfahren.
Die Idee, nochmal ganz entspannt nach Mexico zu reisen und kulturtechnisch nur noch Lücken füllen zu müssen finde ich grandios. Und so freue mich schon nach 12 Std. Flug endlich in Mexico-City anzukommen um dann erst einmal vom Taxi Fahrer so richtig übers Ohr gehauen zu werden. Macht aber nix… denn wenn er von dem linkisch verdientem Salier dann seinen Kindern Büchern kauft lasse ich mich gern verneppen. Ist ja auch irgendwie, wenn auch über Umwege, politisch und sozial korrekt.
Ansonsten wird verweilt wo es gefällt.

Deutschland in Streiklaune

März 30, 2008

Erst die Bahnbediensteten, dann die Lokführer, morgen die Müllabfuhr, die Krankenhäuser und die Kitas.

Ganz offensichtlich befinden sich Deutschlands Arbeitnehmer in Streiklaune. Es scheint eine Art Gruppenzwang zu existieren.

Im Interview sagt der Herr von der Müllabführ mit einem Grinsen im Gesicht:

“ Ja ich sach ma, jetzt wolln wir auch was vom Kuchen abhaben“

Am liebesten würde ich diesem Herrn „inne Fresse haun“ Und das stundenlang. Ganz ohne Pause.

Warum ? Im Zuge meiner streikfreien Berusätigkeit als s.g. Steuerfachangestellte hab ich einige  Einkommensteuererklärungen des „Müllmanns“ bearbeitet. Meine Augen wurden verdammt groß als ich die Eintragungen in der Lohnsteuerkarte erblickt habe. Noch größer wurden sie, als ich auch noch hörte, dass er diese Tätigkeit seit 2 Jahren ausübte und noch nicht einmal eine Ausbildung absolvieren musste. Ich habe es ihm gegönnt. Warum auch nicht.

Nun. Ich bin davon überzeugt, dass „Herr Müllmann“ seine 8 % Lohnerhöhung bekommt. Dass dafür aber ganz Deutschland eine Erhöhung der Mietnebenkosten bekommt,  inklusiv ihm selbst, ist ihm – wahrscheinlich- nicht unbedingt klar.

Möge ihm das Stück vom Kuchen im Halse stecken bleiben !

Und sie zog aus ein WG Zimmer zu finden: Teil 1

März 27, 2008

Ja. Ich lebe in Köln. Wie hoch also mag die Wahrscheinlichkeit sein auf der Suche nach einem WG Zimmer auf eine Gay-Kommune oder einen Karnevalsverein zu treffen.

Wie komme ich überhaupt dazu meine top 52 qm deluxe Wohnung mit Rheinblick gegen ein WG Zimmer einzutauschen. Bedeutet dies die Verweigerung erwachsen zu werden oder ist es einfach nur das Erkennen des Einsparpotenzials bei der Miete welche dann eh  in Schuhe und Taschen investiert wird. Vielleicht friste ich auch einfach nur ein Pseudo-Single-Dasein. Man weiß es nicht.

20 qm für 300 Euro im schönen Agnesviertel klingen erst mal super. Der Mitbewohner,  ein Koch. Blitzartig sehe ich mich in 6 Monaten  aufgegangen wie ein Hefeteilchen auf der Couch rumlungernd – in der einen Hand den Löffel  mit dem ich gerade genussvoll die Creme Brulee wegfuttert habe -  in der anderen den Telepiloten mit dem ich durch das Fernsehprogramm zappe und mich zwischen „2 bei Kallwass“ oder der „Familienhilfe mit Herz“ nicht entscheiden kann.

Ich hätte dieses Zimmer gerne genommen bis……
Bis diese SMS vom potenziellen Mitbewohner kam.

„ich bin zwar nicht auf Brautschau aber ich fand dich total süß“

AUTSCHHHHHHHHHHHHHHH…………………..

Und auch da wieder die wildesten Paranoia: Wie ich bei Wasser und Brot am Heizungskörper gefesselt als Sexsklavin verheizt werde…..oder er nachts heimlich an meiner Wäsche schnüffelt……sich in der Dusche versteckt um mir beim Toiloittengang  zuzusehen…..

Aber mal so ganz ohne Witz.  Eine WG mit einem Mitbewohner,  der heiß auf einen ist kann ich nun wirklich nicht gebrauchen.

Schade, war wirklich ein sehr  schönes Zimmer……

Eine Frage der Motivation

März 27, 2008

sag ich: sag mal, glaubst Du der Job ist das Richtige für Dich ?

sagt sie: ne wieso, ich mache das sowieso nur bis ich mir einen Piloten geangelt habe.

sag ich: nicht Dein Ernst !

sagt sie: wieso ? Du etwa nicht ?