er so: Das Baguette können Sie sich
in den Arsch schmieren !
ich so: Glauben Sie—- das schmeckt
dann besser ?
er so: Das Baguette können Sie sich
in den Arsch schmieren !
ich so: Glauben Sie—- das schmeckt
dann besser ?
Irgendetwas stimmt doch nicht mit mir. Es gibt ja Frauen, die werden von Männern angequatscht, die sie zu einem Kaffee einladen wollen. Ich nicht. Ich werde von Frauen angequatscht, die mir einen Job anbieten.
Das hat sich wie folgt zugetragen.
Mit einem fettem Caramel Frappuchino bewaffnet trete ich aus dem Woyton Laden in die pralle Sonne. Bleibe kurz stehen, schiebe meine XXL-Sonnenbrille wieder auf die Nase zurück und nehme einen langen Zug meines Kaffees aus dem Strohhalm. Die Enttäuschung ist groß. Das nächste mal dann doch wieder Starbucks. Scheiss auf die 80 Cent Preisunterschied. Ich laufe in Richtung Parkhaus, da quatscht mich eine Frau an. Sie hätte mich gerade bei Woyton gesehen und wollte mich was fragen. 100 Fragezeichen erschienen in diesem Moment über meinem Kopf.
Was verloren ? Wegbeschreibung ? Lesbe ?
Nichts dergleichen: Ein Jobangebot auf offener Straße. Allem Anschein nach sind meine Augenringe so ausgeprägt, dass man mir einfach unterstellt, ich sei ein Workaholic.
Aber dieses Jobangebot war in der Tat sehr interessant. Personal Trainer, Motivationstrainer.
Da ich Ende des Jahres eine Art Fernstudium in der Psychologie mit Schwerpunkt Psychotherapie/Personalcoaching beginne war ich doch recht überrascht und zugleich höchst entzückt über dieses Angebot.
Warum die Dame allerdings genau mich auserkoren hatte ist mir ein Rätsel. Denn ob man in schneeweißer Hose, grünem T-Shirt und roten Pumps/Gürtel/Handtasche und Palästinensertuch wie ein typischer Couch aussieht bezweifle ich.
Aber egal. Ich kann ja nur gewinnen. Entweder eine Freundin oder einen Job.
Mir fällt dazu nur ein, was ich mir und anderen ständig vorbete:
GO WITH THE FLOW
Die geballte Ladung Sonne macht die Menschen wohl übermütig. Ganz egal, wohin ich mich begebe, mir geschehen komische Dinge. Okay.. ich gebe zu, ich wohne nicht gerade in einem gehobenen Viertel Kölns. Noch nicht einmal in einem gutbürgerlichen Viertel Kölns. Nein. Ich wohne in einem Veedel, den böse Zungen auch „Klein Istanbul“ nennen. Zu Unrecht wie ich finde. Ich beschreibe meinen Stadtteil gerne als multikulturell. Jedenfalls wohne ich gern hier. Ich habe auch keine Angst davor nachts durch die Strassen zu schlendern bis vor ein paar Tagen. Da begab sich die folgende Situation.
Es war helligter Tag, warme 24 Grad Celsius. Ich begab mich, vollgepackt voller Grillutensilien, vom Supermarkt nach Hause. Selbstverständlich zu Fuß. Wie sich das für einen Stadtmenschen gehört. Aus meinen verträumten Gedanken holte mich der folgende Satz:
„hmmmmmm lecker Muschi, muss man ficken… den ganzen Tag…. immer wieder“
Ich dachte zu allererst, dass dieser Satz aus der Videothek kam, an der ich gerade vorbeilief. Aber dafür hörte es sich einfach zu nah an…. gefährlich nah !
Dann wieder
„lecker, lecker Muschi, muss man durchficken…. “ usw….
Ich drehte mich um..zuerst roch ich ihn (Gott sei Dank, war mein Gang schnell genug, dass dieser Gestank dank meines Laufwindes meine Nase vorher nicht erreichte). Es war eine Mischung aus Pisse und monatealtem Schweiss. Extrem beißend.. vor allem bei diesem Wetter. Und dann sah ich, wie sich die Lippen dieses Menschen die Worte zu diesem Satz bildeten. Der Satz an sich war ja schon ekelhaft genug. Aber dadurch gewann er noch enorm an Ekelfaktor dazu. Nichtsdestotrotz….. Ich drehte mich wieder um und lief unbeirrt weiter. Gott sei Dank folgte er mir nicht. Wahrscheinlich habe ich ihn mit einem Blick angesehen, der ganz unmissverständlich sagte:
„Du ! .. fickst gar nichts, schon gar nicht mich“