Flugschlaf

Juli 1, 2008 von puderraum

fragt der Passagier:

ich hatte während des Services geschlafen, könnten Sie mir noch etwas verkaufen ? 

sag ich:

Aber selbstverständlich. Was hätten Sie denn gern ?

sagt der Passagier: 

Ein Raider

sag ich:

 Da haben sie aber lange geschlafen. 

 

 

Frauen und Fussball

Juni 29, 2008 von puderraum

sagt er:  

Ist es nich langweilig allein zu Hause Fussball zu schauen ? 

 

sag ich:

       Aber nein. Ich mache das vom Bett aus, schlage mir den Bauch mit Chips, Schokolade und Bier  voll lasse meinen  Jogginganzug an und kann rülpsen und pfurzen wie es mir beliebt und niemand wirft irgendwelche klugscheisserischen Sprüche in den Raum. 

Männliches Multitasking

Juni 29, 2008 von puderraum

Eine jede lavatory (Flugzeugpisspott) ist ja mit einem Rauchmelder ausgestattet. Eigentlich dienen diese eher als Feuermelder verkommen aber immer mehr als Nikotin-Junkie-Dedektoren. Einmal aktiviert ertönt ein s.g. Triple High Chime, bei dem quasi jedes Besatzungsmitglied einem Beinahe-Herzinfarkt erleidet. 

Auf meinem Flug nach Ankara hörte ich dann einen solchen Ton, von der vorderen Lavatory kommend. Ein weiter Blick zeigte mir, dass Lavatory A besetzt war und man somit von keinem Feuer sondern von einem  Raucher ausgehen durfte. Ich bekam also keinen Herzinfarkt – vielmehr packte mich die Vorfreude auf die bevorstehende Diskussion mit dem Raucher. 

Ich bin nämlich zänkisch….. in Streits gehe ich so richtig auf. Und militanter Nichtraucher bin ich auch noch. Mit großen und ernergischen Schritten lief ich nach vorn, in Gedanken lud ich meine leider nicht vorhandene Pump-Gun und dachte mir schon verbale Attacken aus…. ich entriegelte die Türe von Lavatory A und öffnete sie unangekündigt. 

Und da stand er. Ein junger Mann. Er drehte sich überrascht zu mir um. In der linken Hand hielt er die noch qualmende Zigarette… in der rechten sein Geschlecht. Ein sehr erbärmliches Geschlecht. Ich konnte für mich nicht ausmachen, was ich belustigender fand. Seinen Gesichtsausdrück oder sein Geschlecht. In dieser Situation konnte ich den für diese Situation angebrachten Ernst (schliesslich ist es gemeingefährlich heimlich auf einer Bordtoilette zu rauchen) nicht bewaren. Ein Grinsen war konnte ich einfach nicht unterdrücken… selbst ein leises Prusten musste irgendwie durchgedrungen sein. Er war so geschockt, dass er gänzlich vergass, sein Geschlecht einzupacken….Ich begann mit meiner Standpauke……. gesetzlich verboten….bla bla……gefährlich..bla bla…. Feuer an Bord…..bla bla… wir könnten alle sterben……bla bla….. das wäre ihre Schuld… bla bla……Polizei…… Ausweis.. bla bla …Ansage gemacht….. bla bla bla bla…. 

Zwischenzeitlich hatten sich auch meine anderen beiden Kollegen zu mir gesellt. Da stand er nun. In Lavatory A gefangen. Die brennende Zigarette hatte ich ihm zwischenzeitlich abgenommen und entsorgt…. in der rechten Hand hielt er immer noch sein Glied fest. Sicherlich … es musste so sein, war ihm sein Glied weitaus peinlicher als seine verbotene Tat. Selbst die Konsequenz, von einer deutschen Frau beim Rauchen…öhm Pinkeln… erwischt worden zu sein war schlimmer. Er wäre wohl am liebsten im Erdboden versunken. Bzw. in seinem speziellen Fall.. er wäre wohl am liebsten in die Toilettenschüssel gesprungen um sich runterzuspülen. 

Was ich aus dieser Geschichte mitgenommen habe…… Einen Mordsspass und die Erkenntnis, dass Männer nicht nur kacken und gleichzeitig lesen können…. sondern auch pinkeln und rauchen womit sie sich eindeutig das Prädikat „Multitasker“ verdient haben. 

In Bruges

Juni 18, 2008 von puderraum

Ein Film, der nach langer Zeit mal wieder so richtig überraschte. Es sind die Kleinigkeiten, die diesen Film so anbetungswürdig machen. Sei es die verkokste Diskussion mit dem rassistischem Gnom, der einen Kampf zwischen Schwarzen und Weißen prophezeit oder aber einfach der suicidgefährdete Auftragskiller. Der Film ist gespickt mit kleinen und großen verbalen Boshaftigkeiten. Und da es sich bei „In Bruges“ um das Zweitlingswerk des Herrn McDonagh handelt darf man erwartungsvoll seinem nächsten Projekt entgegeneifern.

Nicht ganz eindeutig

Juni 16, 2008 von puderraum

„Du hast ein leicht zu konsumierendes Äußeres aber eine schwierige innere Struktur“

Ja und ? Ist das nun gut oder schlecht ?

Service

Juni 15, 2008 von puderraum

Passagier:      Gibt es denn bei Ihnen denn gar nichts umsonst ? 

Kollege:         Doch ! Ein paar auf´s Maul 

 

 

2.2

Juni 12, 2008 von puderraum

2.2 bedeutet: Das zweite Date mit Date No. 2.

Und ? mitgekommen ?

Ich will mal nicht so sein. Date No. 2 hat durchaus einen Namen verdient. 

Während ich schon beim ersten date mit ihm meine Augen nicht von seinem Shirt, durch welches eindeutig seine Brustmuskeln zu identifizieren waren, abwenden konnte, durfte ich selbige dieses mal unverhüllt sehen. 

Nach dieser Aktion würde ich ihn gern schlicht und einfach „The Body“ nennen.  Das ließe aber den Eindruck erwecken, ich würde ihn auf seine Äußerlichkeiten reduzieren. Das ist stimmt aber gar nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Denn… ein Refugium von Geheimen und Coolness umgibt ihn. Während ich quirlig und gelegentlich überdreht bin ist „The Body“ die personifizierte Gelassenheit und Überlegtheit. Fast schon Überlegenheit. Ich stolpere von einer dummen Situation in die nächste… In Situationen, in denen ich mich in Gedanken an Homer Simpsons Stelle sehe, mir mit der Hand auf die Stirn klatsche und einfach nur „Nein“ denke. Schade, dass es keinen Buzzer gibt, der mich bei dummen verbalen Eskapaden unterbricht. 

Der Abend begann in meinem Bett (sitzend und EM schauend) und endete auch dort. Liegend und kuschelt. 

Mehr aber auch nicht. Denn erfahrungsgemäß haben Schockbeziehungen (soll heißen: Getroffen, Sex, Beziehung) keine allzu große Lebenserwartung. Dieses mal wollte ich anders machen. Nämlich richtig. Auf die altmodische Art um den ganzen eine echte Chance zu geben. Aber es mir verdammt schwer gefallen, im Arm von „The Body“ einzuschlafen…….

 

 

 

 

 

Sexpilze

Juni 8, 2008 von puderraum

Schreib ich so:  Wir könnten am Montag ja in den Wald Pilze                                      sammeln gehen und danach ins Sexkino.

 

Schreibt er     :  Wir können auch direkt durchficken. Wer bist                                    Du überhaupt ?

Date No. 2

Juni 2, 2008 von puderraum

Meld Dich da an ! 

Dabei wollte ich nicht mehr auf die Stimmen in meinem Kopf hören. 

Da sitze ich nun in der Hotelbar und versuche mir noch schnell ein Date klar zu machen. Schliesslich kam ich gerade frisch vom Coiffeur und war ganz glückselig mit meiner neuen Frisur. Dieses mal habe ich mich was getraut und meinen Mut wollte ich öffentlich machen. 

Ich klicke so durch die Profile…. zu alt, zu hässlich, zu klein, zu wenig Haare auf dem Kopf, zu viele Haare auf der Brust, langweilige Klamotten, vergeben, gestört, Machoschwein, Lusche,….. ich habe an allen was rumzupfurzen. Irgendwas ist ja immer. Meine Kollegin, die direkt neben mir sitzt und parallel ebenfalls im besagten Forum rumsucht schmettert mir diverse Profilnamen um die Ohren. Aber wir haben Gott sei Dank total unterschiedliche Geschmäcker. Und im Gegensatz zu ihr, die einen Traummann sucht, suche ich einfach nur mal ein Date für „diesen“ Abend. Langsam gelangweilt und die Birne mit Martini bianco vollgedröhnt bin ich schon fast so weit aufzugeben. Keine Kneipentour… kein Abtanzen… kein Knutschen oder was auch immer.

Aber dann: Nur wenige Sekunden, bevor ich meinen Entschluss, die Suche für heute aufzugeben, fast durchgezogen hatte… da war „ER“. Die Augenweide. Nach dem ich seine Profilangaben mit meiner Checkliste abgeglichen hatte kam ich zu dem Entschluss. „HABEN WOLLEN“

Nun.. wir hatten spontanen Mailverkehr. Und verdammt noch mal der Typ hatte auch noch was im Kopf und schien herrlich normal zu sein. Da störte mich es auch gar nicht mehr, dass nicht an meinem derzeitigen Aufenthaltsort wohnte, sondern nur wenige km von meiner „Exilheimat“ Köln lebt. 

So ging ich zwar ohne date aber fast schon schockverliebt und mit einer Telefonnummer ins Bett. 

Der Tag danach: 

Ich flog zurück in mein Exil. Packte meine Koffer aus. Nach kurzem SMS Kontakt dann direkt ein Date. Hui… das ging jetzt mal richtig rasant. Sein Vorschlag. Ein Picknick am Rheinufer, damit man gut quatschen kann. … Ich meine…. er hätte genauso gut die Besichtigung einer Kläranlage vorschlagen können…. Derzeit geniesst er einfach noch den Status, dass ich alles toll finde. 

So… und dann stand er vor meiner Tür. Holla die Waldfee. Die Fotos sind ja schon galaktisch gewesen.. aber was da nun stand war phänomenal. 

Die Stimme in meinem Kopf: „Lass Dir nicht anmerken, dass Du über ihn herfallen möchtest…. lass Dir nicht anmerken, dass Du über ihn herfallen möchtest….“ 

Nun…..auch wenn das Picknick buchstäblich ins Wasser gefallen ist war es ein klasse Date. Welches dann für ihn auf meiner Couch und für mich in meinem Bett endete. 

Ja.. dieses mal bitte kein Fast Food…….

 

 

 

 

Die freundlichen Wiener

Mai 18, 2008 von puderraum

er so:               Das Baguette können Sie sich

                        in den Arsch schmieren !

 

ich so:             Glauben Sie—- das schmeckt

                        dann besser ?